Elterninitiative statt "Hotel Mama"

Wohnplätze für Menschen mit Behinderung sind in unserem Landkreis sehr knapp. Viele unserer Schulabgänger bleiben deshalb länger als nötig oder gar ständig zuhause im „Hotel Mama“. Oder sie gehen in ein Wohnpflegeheim für Senioren.

Junge Leute, die aufgrund ihrer Behinderung (noch) nicht für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt geeignet erscheinen, müssen wegen fehlender Integrationsarbeitsplätze in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten.

Junge Leute, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, haben dort nur eine geringe Auswahl an Tätigkeitsbereichen. Mangels Alternativen müssen sie in Bereichen arbeiten, die nicht ihren Fähigkeiten, Stärken und Neigungen entsprechen

Junge Leute, die aufgrund ihrer Behinderung (noch) nicht in der Lage sind in einer Werkstätte für behinderte Menschen zu arbeiten, brauchen eine besonders intensive und individuelle Förderung. Diese sollte von Förderstätten geleistet werden. Aber auch hier gibt es viel zu wenige Plätze. Auch dann droht das Wohnpflegeheim für Senioren.

Der Staat investiert so gut wie nichts mehr! Deshalb wollen Eltern und Angehörige Wohnplätze errichten und sich um Arbeits- und Förderstättenplätze kümmern.

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